Veranstaltungen 2019

 

5. November 2019

Flucht vor dem Klima

Vortrag – Film – Diskussion – am 5. November 2019, um 19:00 Uhr

Flüchtlingslager in der Sahelzone, Foto Thomas Aders

Flüchtlingslager in der Sahelzone, Foto Thomas Aders

Jedes Jahr werden weltweit mehr als 25 Millionen Menschen aufgrund von Umweltbedingungen zur Flucht gezwungen. Die Dokumentation „Klimafluch und Klimaflucht“ („arte“ 2018), von Thomas Aders, zeigt am Beispiel von Tschad und Kamerun in der Sahelzone, Indonesien und den Gebieten des Permafrosts in Russland, welche Folgen der Klimawandel auf die Umweltmigration hat.

Karl-Heinz Meier-Braun, Verfasser des Buches „Schwarzbuch Migration. Die dunkle Seite unserer Flüchtlingspolitik“ (Verlag C.H.Beck), benennt Folgen für die nationale und internationale Politik.

 

PROGRAMM

Vortrag – Prof. Dr. Karl-Heinz Meier-Braun, Journalist, Vorsitzender DGVN Baden-Württemberg, Vorstandsmitglied DGVN/Berlin:

Die neue „Völkerwanderung“
Migration und Flucht als Herausforderung für Politik, Gesellschaft und Medien


Film – Dr. Thomas Aders, Historiker und Journalist, ARD-Auslandskorrespondent und Dokumentarfilmer:

Klimafluch und Klimaflucht (45 Minuten; „arte“ 2018)


Diskussion mit den Referenten.

Moderation: Kai Schäfer, Nord-Süd-Forum München


Termin: Dienstag, 5. November 2019, 19:00 Uhr

Ort: Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str. 24, 80331 München

Kooperationspartner: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Bayern, Evangelische Stadtakademie München, Nord Süd Forum München

Anmeldung unter: https://www.evstadtakademie.de/veranstaltung/flucht-vor-dem-klima/

Eintritt frei

 


 

30. Oktober 2019

„Der UN Global Compact - die weltweit größte Initiative für nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung“

Vortrag von Marcel Engel, Leiter der Geschäftsstelle Deutsches Global Compact Netzwerk (DGCN),

am Mittwoch, den 30. Oktober 2019, 17.00 Uhr, TH Nürnberg, Fakultät für Betriebswirtschaft, Theatersaal im Erdgeschoss, Bahnhofstraße 87, 90402 Nürnberg

Im Jahr 2000 initiierte der damalige VN-Generalsekretär Kofi Annan eine Partnerschaft zwischen den Vereinten Nationen und privaten Unternehmen. Ziel ist es, die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten. Weltweit haben bereits mehr als 13.500 Partner unterzeichnet, in Deutschland über 500. Der UN Global Compact ist die weltweit größte Initiative für nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Seine zehn globalen Prinzipien finden zunehmende Verbreitung.

Das Deutsche Global Compact Netzwerk (DGCN) unterstützt Unternehmen und Organisationen dabei, ihre Strategien und Aktivitäten an Nachhaltigkeitszielen und der Vision des UN Global Compact auszurichten. Leiter der deutschen Geschäftsstelle in Berlin ist Marcel Engel.

Gastgeber des Vortrags war Dr. Kai-Uwe Wellner, Professor für International Business an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Nach einer Vorstellung des DGVN-Landesverbands Bayern durch den Vorsitzenden Dr. Martin Pabst zeigte Marcel Engel vor 115 Studierenden und DGVN-Mitgliedern Entstehung, Vision und Mission des UN Global Compact auf und erläutert die „Agenda 2030“ und die 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs).

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8. Oktober 2019

"Besuch des Zentrums für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI)"

Am 8. Oktober 2019 führte der Landesverband exklusiv für seine Mitglieder eine Besichtigung des Zentrums für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen durch.

Seit den 1960er Jahren werden Wettersatelliten genutzt. Satelliten haben inzwischen eine ungeahnte Genauigkeit erreicht und werden zunehmend nicht nur von offiziellen Institutionen eingesetzt, sondern auch von privaten Nutzern, da sie kommerziell zu inzwischen vergleichsweise günstigen  Preisen angeboten werden.

Von besonderer Bedeutung sind Satellitendaten bei Naturkatastrophen, insbesondere wenn sie zu Geoinformationsprodukten (GIS-Produkten) aufbereitet werden. Hoch auflösende Karten ermöglichen z.B. den Vergleich von Überschwemmungs- und Zerstörungsgraden zu verschiedenen Zeiten, den Verlauf von Flüchtlingsströmen und die Abschätzung der Zahl betroffener Menschen. Den Lagezentren wie auch den Helfern vor Ort werden präzise, nutzerorientierte Informationen zur Analyse und Entscheidungsunterstützung bereitgestellt.

Das ZKI nahm seine Arbeit 1999 auf und wurde 2004 als Dienstleistungsservice des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums (DFD) am DLR in Oberpfaffenhofen offiziell etabliert. Es ist täglich rund um die Uhr aktivierbar. Mit Hilfe eigener Drohnen, Flugzeug und Satelliten erhebt das ZKI hochauflösende Daten bzw. bezieht solche von anderen Organisationen und kann diese umgehend entsprechend der jeweiligen Hilfsanfrage auswerten, aufbereiten und in strukturierter Form bereitstellen. Die beiden Tätigkeitsbereiche des ZKI sind Notfallmanagement und Unterstützung der zivilen Sicherheit.

Im Bereich Notfallmanagement stellt das ZKI Kriseninformationsprodukte bereit, z.B. für die Bundesregierung und ihre Ministerien sowie involvierte Hilfsorganisationen. Einsatzszenarien sind Fluten, Stürme, Tsunamis, Massenrutschungen, Waldbrände, Erdbeben, Vulkanausbrüche, humanitäre Krisen und technische Unfälle. Auf Ebene der Europäischen Union ist das ZKI an der „Copernicus“-Initiative für globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung beteiligt. Mit Hilfe erdbeobachtender Satelliten erfolgt ein ständiges Umwelt-Mapping vom Weltall aus. Beispielsweise werden die Folgen des Klimawandels beobachtet und ausgewertet. Der Copernicus-Dienst für Sicherheitsanwendungen dient der Überwachung von EU-Außengrenzen, Ressourcen und kritischer Infrastruktur.

Auf globaler Ebene ist das ZKI über das DLR Mitglied der „International Charter Space and Major Disasters“. Bei großen Naturkatastrophen hilft es kostenfrei zeitlich begrenzt durch Bereitstellung von Daten. So verfügte das ZKI über Radarsatelliten, die ständig im Einsatz sind und durch Wolken dringen können.

Das ZKI unterstützt die 2007 unter der Bezeichnung UN SPIDER (United Nations SPace-based Information for Disaster Management and Emergency Response) in Bonn etablierte Plattform für die Bereitstellung satellitengestützter Informationen für Gebiete, die von Erdbeben, Überschwemmungen oder Vulkanausbrüchen betroffen sind. Es ist die entscheidende Schnittstelle zwischen Katastrophenschutzeinrichtungen und Raumfahrtbehörden. UN SPIDER wurde 2006 als ein Programm des Büros der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (UNOOSA) gegründet. Die drei Standorte sind Bonn, Wien und Peking.

Im Bereich „Zivile Sicherheit“ unterstützt das ZKI Bundesministerien und Bundesbehörden bei der Durchführung von Großereignissen, Polizeilichen Ermittlungen, Evakuierungsoperationen, der Organisation von Personenschutz bei Dienstreisen in entlegene Regionen sowie in globalen Gesundheitsfragen.  

Schwerpunkte der Arbeit sind Beratung, Schulung und Weiterentwicklung. Wenn die Industrie in der Lage ist, bestimmte Produkte kommerziell anzubieten, zieht sich das ZKI zurück und widmet sich neuen Fragestellungen.

Dr. Monika Gähler führte den Teilnehmern die Tätigkeitsbereiche und Aufgabenfelder des ZKI anhand aktueller Beispiele wie des Extremschnee in Bayern Anfang 2019, der Flutkatastrophe in Mosambik vom März/April 2019 oder der Verwüstungen in Bandar Aceh (Indonesien) infolge Seebeben und Tsunami im Dezember 2004 anhand von anschaulichen Karten vor. Daran schloss sich eine intensive Diskussion an.

 


 

20.-22. Septembeer 2019

„Mit Sicherheit nachhaltig? Die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung & wir"

Termin: 20. bis 22. September 2019, 17:00 bis 14:00 Uhr

Ort: Frankenwarte Würzburg

Der Bundesverband der DGVN lud im September 2019 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Interessierte zu einem Wochenendseminar zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ein. Dabei ging es schwerpunktmäßig um Nachhaltigkeit in Deutschland und die Möglichkeiten eigenen Engagements sowie um Synergien zwischen Nachhaltigkeits- und Sicherheitspolitik. Das Seminar fand in Kooperation mit dem Landesverband Bayern der DGVN statt.

Im Jahr 2015 haben die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung beschlossen. Kernelement dieses globalen Aktionsplans für Mensch, Planet und Wohlstand sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), die beschreiben, wie eine bessere Welt im Jahr 2030 aussehen soll und zu denen sich auch Deutschland verpflichtet hat. Dabei richten sich die Ziele jedoch nicht nur an die Politik, sondern auch an Wirtschaft, Behörden, die Zivilgesellschaft und jeden einzelnen von uns.

Während des Wochenendseminars beschäftigten sich die Teilnehmer intensiv mit den SDGs  und gingen der Frage nach, was diese sowohl weltweit als auch für Deutschland und für uns selbst bedeuten: Welchen Beitrag können wir selbst in unserem beruflichen Alltag oder unserem privaten Leben leisten? Wie können wir andere Menschen für Nachhaltigkeit begeistern?

Neben dem Austausch und der Erarbeitung von Ideen für eigenes Engagement wurde sich während des Seminars mit verschiedenen inhaltlichen Aspekten von nachhaltiger Entwicklung befasst: Neben der Umsetzung der SDGs in Deutschland standen dabei vor dem Hintergrund der derzeitigen Mitgliedschaft Deutschlands im UN-Sicherheitsrat insbesondere die Schnittstellen und Synergien zwischen Nachhaltigkeit und Sicherheitspolitik im Fokus: Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf Sicherheit? Wie kann Gendergerechtigkeit zu friedlichen Konfliktlösungen beitragen?

Inhaltlichen Input gaben Referierende aus DGVN, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik (vgl. dazu Programm).


28. Juni 2019

Flucht und Migration nach Europa

Die Rolle Deutschlands, Europas und des UN-Flüchtlingskommissariats

Kooperationsveranstaltung mit Bayreuth Model United Nations (BayMUN)

Termin: 28. Juni 2019, 18 Uhr

Ort: Universität Bayreuth, Universitätsstraße 30, 95447 Bayreuth, Raum H24

Nach wie vor sehen sich Menschen aus dem Globalen Süden gezwungen nach Europa zu fliehen und setzen sich dabei oft unfreiwillig enormen Gefahren aus: menschenunwürdige Bedingungen in Lagern in Nordafrika, Sklavenhandel in Libyen, Schiffbruch auf hoher See, Zurückweisungen von Schiffen nach der Rettung aus der Seenot. Die internationale und europäische Politik muss daher handeln, um Verletzungen der Menschenrechte von Geflüchteten zu unterbinden, humanitäre Hilfe zu ermöglichen und nachhaltige Entwicklung im Globalen Süden zu gestalten. 

Deshalb laden die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) Landesverband Bayern e.V. und Bayreuth Model United Nations (BayMUN) e.V. am 28. Juni 2019 um 18 Uhr zu einem Vortrag von Dominik Bartsch, dem Vertreter des Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR), ein. Im Anschluss folgt ein Gespräch zwischen Herrn Bartsch, Uwe Kekeritz, Bundestagsabgeordneter (Bündnis 90/Die Grünen) und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sowie Karl Kopp von PRO ASYL. Die Veranstaltung ist öffentlich und für das leibliche Wohl ist gesorgt

Die Veranstaltung ist öffentlich und bedarf keiner Anmeldung. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Programm

 


30. April 2019

Ausstellungseröffnung „Die UN und Wir“ in der Staatlichen Berufsschule Freilassing

Reges Interesse der Schülerinnen und Schüler: Ausstellung „Die UN und Wir“ in der staatl. Berufsschule Berchtesgadener Land


28. März 2019

„Der Kaschmir-Konflikt – einer der ältesten ungelösten Konflikte“

Vortrag von Professor Dr. Martin Sökefeld (LMU)

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28. Januar 2019

„Die Vereinten Nationen in der Krise des Multilateralismus. Eine realistische Analyse ihrer Möglichkeiten gestern und heute“

Vortrag von Brigadegeneral a. D. Helmut W. Ganser

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