VEREINTE NATIONEN

Die Zeitschrift der DGVN informiert sechsmal jährlich über die Tätigkeit der UN • Analysiert die Weltprobleme im Spiegel der Vereinten Nationen • Behandelt Themen wie Friedenssicherung, Nord-Süd, Menschenrechte, Fortbildung des Völkerrechts • u.v.a.m.

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Über den Landesverband Bayern der DGVN

Als einer der ältesten unabhängigen und überparteilichen Bildungsträger der Nachkriegsdemokratie in Bayern wurde der Landesverband Bayern der DGVN im Jahr 1957 gegründet.

Als Landesverband treten wir für die Gleichberechtigung der Staaten auf der Grundlage ihrer Unabhängigkeit und für das Selbstbestimmungsrecht der Völker ein. Wir streben die Annäherung, Versöhnung und fortschreitende Festigung gegenseitigen Vertrauens zwischen den Staaten und Völkern an, weil wir darin die Vorbedingung für das friedliche Zusammenleben erblicken.

Insbesondere durch hochkarätige Veranstaltungen realisieren wir unsere satzungsgemäßen Aufgaben: Mit den Zielen, Einrichtungen und Tätigkeiten der Weltorganisation der Vereinten Nationen vertraut zu machen, das Interesse für zwischenstaatliche und internationale Beziehungen zu wecken sowie das Verständnis für die aktuellen Vorgänge in der Außenpolitik und der internationalen Politik zu fördern. weiterlesen ...

 

Studienreise des Landesverbandes Bayern der DGVN 2017 in die Islamische Republik Iran

 

Foto: M. Pabst

Für das Jahr 2017 wählte der DGVN-Landesverband Bayern das Ziel Iran. Wegen des zu erwartenden großen Andrangs war die Teilnahme diesmal auf Mitglieder des Landesverbands beschränkt. Der Zeitpunkt der Studiereise fiel mit spannenden aktuellen Entwicklungen zusammen. Im Mai dieses Jahres war der seit 2013 amtierende Staatspräsident Hassan Rohani, ein Mann der Mitte, wiedergewählt wurden. Außenpolitisch fiel die Studienreise in die sich verschärfende Kontroverse um das Nuklearabkommen zwischen den von Staatspräsident Donald J. Trump geführten USA und der Islamischen Republik Iran. Außerdem haben sich in letzter Zeit die gespannten Beziehungen zwischen dem sunnitischen Königreich Saudi-Arabien und der schiitischen Islamischen Republik Iran weiter verschlechtert.

Die Studienreise konzentrierte sich auf die Hauptstadt Teheran. Unsere Partnerorganisation war die Iranische Vereinigung für VN-Studien, geleitet von Frau Professor Nasrin Mosaffa (Vizedekanin der Fakultät für Recht und Politische Wissenschaften der Universität Teheran). Ein Höhepunkt der Reise war das gemeinsame ganztägige Fachkolloquium am 11. Oktober im Haus der Wissenschaftler in Teheran. Die Vorträge der iranischen und deutschen Referenten behandelten Themen wie „VN-Friedenssicherung – deutsche Beiträge und Sichtweisen“, „Reformbestrebungen beim VN-Menschenrechtsrats“, „Internationale Strafgerichtsbarkeit – die Verantwortung von Staaten und Internationalen Organisationen“ und „Die Reform des VN-Sicherheitsrats – Wunschvorstellungen und Realpolitik“.

Weitere Programmpunkte waren unter anderem Besuche des Friedensmuseums und des Hauses der Künstler in Teheran, ein Briefing mit Diskussion in der Deutsch-Iranischen  Außenhandelskammer, ein Meinungsaustausch im Iranischen Außenministerium, ein Gespräch in der Deutschen Botschaft sowie ein Treffen mit der Landesdirektorin Iran des  Welternährungsprogramms sowie weiteren Repräsentanten der VN-Familie.

Besuche des Golestan-Palastes, des Nationalmuseums und des Großen Basars in Teheran, des Schreins der Fatima Masumeh in Ghom sowie der Altstadt, des Basars, eines Kaufmannspalastes und eines Badehauses in Kaschan brachten Kultur und Religion des Landes nahe.

Ein ausführlicher Reisebericht kann nachfolgend abgerufen werden:

Reisebericht Iran

 

DGVN Broschüre 2016 Infobroschüre der DGVN Bayern

In unserer aktuellen Broschüre erfahren Sie mehr über die Geschichte und die Arbeit der UN, der DGVN und des DGVN-Landesverbandes Bayern (PDF):

  • Präambel zur Charta der Vereinten Nationen
  • Die Bedeutung der Vereinten Nationen
  • Deutschland in den Vereinten Nationen
  • Die DGVN und ihre Partnerorganisationen
  • Der Landesverband Bayern der DGVN
  • Öffentlichkeitsarbeit

 

Menschenrechte achten, multilaterales Engagement nachhaltig stärken

Aufruf der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) zur aktuellen Flüchtlingskrise

Beinahe 60 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht. Damit hat die Zahl derer, die gewaltsam vertrieben wurden, ein trauriges Allzeithoch erreicht. Die Ursachen liegen dabei auf der Hand: Gewalttätige Konflikte und Perspektivlosigkeit sind nur einige der Gründe, die in vielen Ländern ein friedliches, sicheres oder auch nur den menschlichen Bedürfnissen angemessenes Leben nicht zulassen.

Dieser Tage nimmt die Flüchtlingskrise, die längst auch Europa betrifft, neue Ausmaße an. Täglich erreichen bis zu 4000 Menschen Griechenland. Etwa 83% dieser Menschen sind syrischer Herkunft. Dieser enorme Anstieg der Flüchtlinge ist auch dadurch zu erklären, dass ihnen in den Nachbarstaaten, die bislang den Hauptteil der syrischen Flüchtlinge aufgenommen haben, langfristige Lebensperspektiven fehlen.

Das Elend der Flüchtlinge geht uns alle an. Zwar hat Deutschland in den letzten Wochen ein großes Maß an Solidarität gezeigt; jetzt wird es aber darauf ankommen, in der deutschen und europäischen Politik auch die globale Dimension nicht aus den Augen zu verlieren und Weichen für eine nachhaltige Lösung zu schaffen.

Ganze Erklärung im Wortlaut siehe hier...

 

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen fordert ein Ende der Gewalt gegen die Zivilbevölkerung in Syrien und die Einrichtung regionaler Schutzzonen

Angesichts des grausamen Bürgerkriegs in Syrien, bei dem bislang über 190.000 Menschen getötet wurden und Millionen Syrer in die Flucht getrieben wurden, fordert die DGVN ein sofortiges und entschiedenes Handeln der internationalen Gemeinschaft. Als Sofortmaßnahme unterstützen wir den Vorschlag des Syrien-Sondergesandten der Vereinten Nationen, Staffan de Mistura, zur Schaffung regionaler entmilitarisierter Schutzzonen. Solche "Freeze Zones" sollten die Anfangspunkte für eine politische Lösung des Konflikts sein. Wir fordern außerdem die strafrechtliche Aufarbeitung der massiven Menschenrechtsverletzungen vor dem Internationalen Strafgerichtshof sowie mehr Hilfe aller Staaten bei der Versorgung und menschenwürdigen Aufnahme der Flüchtlinge.

Erklärung im Wortlaut siehe hier...

 

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