Libanon, New York, Zypern ...

Nur ein paar Orte, die der Landesverband Bayern der DGVN im Rahmen seiner jährlichen Studienreisen schon besucht hat. Auch in diesem Jahr wird die DGVN Bayern wieder eine Studienreise veranstalten.

 

Einladung zur Studienreise nach Äthiopien vom 22.-30. Juni 2019

Achtung: Noch Plätze frei!!

 

Liebe Mitglieder der DGVN in Bayern,

sehr geehrte Damen und Herren,

 

die diesjährige Studienreise der DGVN Bayern wird vom 22. bis 30. Juni 2019 nach Äthiopien führen, ein Land in einem erstaunlichen Umbruchprozess.

Seit der Amtsübernahme von Abiy Ahmed als Premierminister und Vorsitzender der Regierungspartei “Revolutionäre Demokratische Front der Äthiopischen Völker” im April 2018 hat Äthiopien rasante politische Reformen erlebt. So erkannte das Land zwei Jahrzehnte nach dem blutigen Krieg von 1999 die Grenzziehung zu Eritrea an und schloss einen Friedensvertrag. Auch im Innern sucht der erste Premierminister aus der ethischen Gruppe der Oromo den Ausgleich und schloss nach jahrzehntelangem bewaffnetem Konflikt Friedensabkommen mit Oromo-Rebellenbewegungen.

Menschenrechtsverletzungen der Vergangenheit sollen aufgearbeitet, die Täter zur Verantwortung gezogen werden. Spektakulär ist auch die neue Frauenpolitik: Die Hälfte des Kabinetts wurde mit Frauen besetzt, und mit Sahle-Work Zewde, der früheren Leiterin des Büros der Vereinten Nationen in Nairobi, wurde erstmals eine Frau als Staatsoberhaupt gewählt.

Mit dem Reiseziel Äthiopien würdigt die Studienreise des DGVN-Landesverbands Bayern die Reformpolitik des an die 110 Mio. Menschen zählenden Landes, das Sitz der Afrikanischen Union (AU) ist. Vorgesehen sind Gespräche mit VN-Vertretern, ein Besuch bei der AU, Termine mit Repräsentanten von Regierung und Zivilgesellschaft sowie Besuche bei der Deutschen Botschaft und der von Karlheinz Böhm gegründeten Stiftung „Menschen für Menschen“. Das genaue Programm wird vor Reisebeginn bekannt gegeben.

Das Hauptquartier der Afrikanischen Union in Addis Abeba  UN Photo / Antonio Fiorente

Das teils christliche, teils muslimische Äthiopien ist auch ein wirtschaftliches Zukunftsland und macht mit dem Großprojekt „Renaissance Dam“ am Blauen Nil Schlagzeilen. Kulturell ist es mit seiner Jahrtausend alten imperialen Geschichte hoch interessant.

An den politischen Teil der Studienreise in Addis Abeba wird sich ein dreitägiges Kulturprogram anschließen. Dieses wird uns nach Lalibela mit seinen Felsenkirchen führen, die seit 1978 UNESCO-Weltkulturerbe sind, sowie nach Aksum. Aksum gilt in der äthiopisch-orthodoxen Kirche als heilige Stadt, in der Kirche der Heiligen Maria von Zion soll angeblich die Bundeslade liegen. Weitere Ausflüge nach Adua und zum Tempel von Yeha sind vorgesehen.

Äthiopien ist ein junges Land: 64% der Menschen sind jünger als 25 Jahre (Volkschule in Harar) UN Photo/Eskinder Debebe

 

Der gegenwärtige Planungsstand ist wie folgt:

(a) Allgemeines

Die Kosten der Studienreise und des Aufenthaltes sind durch jede(n) Teilnehmer(in) selbst zu tragen. Eine finanzielle Beteiligung durch die DGVN Bayern ist nicht möglich. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 10 Personen.

(b) Flüge und Kosten

Da es kostengünstiger ist, die internationalen Flüge mit den Inlandsflügen zu kombinieren, werden diese von uns zentral und einheitlich gebucht. Start ist Frankfurt. Die Flüge werden durch Äthiopien Airlines ausgeführt. Die Flugzeiten sind wie folgt:

1. Abflug Frankfurt am 22.06. um 22:05. Direktflug nach Addis. Ankunft am 23.06. um 05:55.

2. Abflug Addis am 27.06. um 08:30 nach Lalibela. Ankunft 10:30.

3. Abflug Lalibela am 28.06. um 11:00 nach Aksum. Ankunft 11:40.

4. Abflug Aksum am 29.06. um 18:20 nach Addis. Ankunft: 19:40.

5. Abflug Addis am 29.06. um 23:20 nach Frankfurt. Ankunft am 30.06 um 5:30.

Die Gesamtkosten werden sich inklusiver aller Flüge, Übernachtungen und Kulturprogramm auf ca. 1550 Euro belaufen. Für Nichtmitglieder werden wir einen Verwaltungskostenzuschlag von 50 Euro erheben.

(c) Verpflegung

Das Frühstück erhalten wir im Hotel. Bitte rechnen Sie darüber hinaus in Ihre Planungen Kosten für Mahlzeiten ein.

(d) Impfungen

Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen für Äthiopien keine Impfvorschriften. Im Falle eines vorangegangenen Aufenthaltes in einem Land mit erhöhtem Gelbfieberrisiko, muss eine gültige Gelbfieberimpfung nachgewiesen werden. Das Auswärtige Amt empfiehlt, sofern notwendig die Standardimpfungen auffrischen zu lassen, sowie als Reiseimpfung Hepatitis A/ B, Typhus und Tollwut. Vor der Reise ist zudem eine eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner zu empfehlen.

(e) Visa

Deutsche Staatsangehörige benötigen für einen touristischen oder geschäftlichen Aufenthalt in Äthiopien ein Visum, welches 30 Tage gültig ist. Wir überprüfen im Moment, ob es ratsamer ist ein Sammelvisum für die gesamte Reisegruppe vorab zu beantragen und kommen zu diesem Punkt nach Ihrer Anmeldung auf Sie zu.

(f) Klimatische Bedingungen

Im Allgemeinen ist das äthiopische Klima gemäßigt. Bis zu einer Höhe von 1000 Metern herrscht feuchtes oder trockenheißes Klima. In einer Höhe von 1000 bis 2500 Metern, wie in Addis Abeba, ist das Klima gemäßigt mit angenehmen Durchschnittstemperaturen von 20-25°C. Über 2500 Meter ist es kühl. Im Juni kann es vereinzelt zu Niederschlägen kommen. Bitte berücksichtigen Sie diese Bedingungen hinsichtlich der angemessenen Kleidung vor Ort.

 

Bitte beachten Sie, dass die DGVN Bayern kein kommerzieller Reiseveranstalter ist. Jede/r Teilnehmer/in nimmt auf eigene Verantwortung teil und akzeptiert jeglichen Haftungsausschluss gegenüber der DGVN Bayern. Ein Rechtsanspruch auf Teilnahme an der Studienreise besteht nicht.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass das Auswärtige Amt über das Internet abrufbare Reise- und Sicherheitshinweis zu Äthiopien erstellt hat (https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/aethiopien-node...) und dass die Entscheidung über die Durchführung der Reise allein in der Verantwortung jedes/jeder Reisenden liegt. Bitte berücksichtigen Sie, dass sich die politische Situation kurzfristig ändern kann. Damit können sich Verschiebungen in den Programmpunkten ergeben. Unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen ist die Möglichkeit der Absage der Reise im Falle einer politischen Eskalation.

Es wird empfohlen, einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen.

Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme an der oben skizzierten DGVN- Studienreise haben, möchten wir Sie bitten, uns dies auf beigefügtem Anmeldeformular (incl. Erklärung zum Haftungsausschlus)

verbindlich bis zum 15. April 2019

mitzuteilen. Die angemeldeten Teilnehmer/-innen werden über die erforderlichen weiteren Vorbereitungsschritte informiert. Für Rückfragen stehen Ihnen als Ansprechpartner Herr Dr. Martin Pabst sowie Frau Britta Rehberg über info@dgvn-bayern.de zur Verfügung.

 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme Ihre DGVN Bayern.

 

 

 

Rückblick Studienreise nach Rom 27. bis 31. Mai 2018

Das Programm in Rom widmete sich den UN-Organisationen, die sich mit landwirtschaftlicher Entwicklung, Welternährung und Hungerhilfe beschäftigen. Wir starteten mit einem Treffen mit Botschafter Dr. Hinrich Thölken, dem Ständigen Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen in Rom. Er gab einen interessanten Einblick über die diplomatischen Gepflogenheiten bei den Verhandlungen in den UN-Gremien in Rom, wobei er bedauerte, dass es zu wenige Deutsche bei den UN-Organisationen gibt.

Ein weiterer diplomatischer Termin war mit Herrn Klemens Mömkes, dem Leiter der Politischen Abteilung der Deutschen Botschaft in Rom, angesetzt, der den Themen Bewerbung Deutschlands um einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat und der deutsch-italienischen  Zusammenarbeit bei internationalen und europapolitischen Fragen, z. B. in der Migration, gewidmet war.

Der Termin beim WFP, dem World Food Programme, bot mit einem sehr gut gemachten Image-Film und hervorragenden Gesprächspartnern einen umfassenden Überblick über die Arbeit des WFP, insbesondere der Versorgung bei Hungerkatastrophen und in Flüchtlingscamps.

Der  IFAD, International Fund for Agricultural Development, gibt Kredite an Kleinbauern und landlose Landarbeiter zur Förderung der Nahrungsmittelproduktion. Schwerpunkt der Präsentation vor Ort war die Einordnung der Arbeit des IFAD in die Social Development Goals (SDG’s) der UN. Dies erlaubt nun eine klare Zuordnung der Projekte in die Entwicklungsziele der UN.

Die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen, die FAO, Food and Agricultural Organization, als autonome Sonderorganisationen verfügt über ein zweijähriges Budget von über zwei Milliarden Dollar. Sie befasst sich vor allem mit der Verbesserung der Erzeugung und Verteilung von Nahrungsmitteln und der Bekämpfung des Hungers. In vielen Projekten vor Ort wird technische Unterstützung in der Landwirtschaft und in der Entwicklung ländlicher Gebiete geleistet. Von besserem Saatgut, besseren Anbaumethoden bis zur Bekämpfung von Viruserkrankungen bei Tieren oder Frauenprojekten reichen die Einsatzgebiete der FAO. In der Diskussion mit hochrangigen Vertretern der FAO konnten aktuelle Probleme und kritische Fragen besprochen werden.

Ein zusätzlicher Besuch galt der italienischen Partnergesellschaft der DGVN, der SIOI (Italian Society for International Organization), die in einem vornehmen Palazzo an der Piazza di Venezia residiert. Sie organisiert Master-Programme für Studierende, die sich bei internationalen Gremien bewerben wollen (über 600 Studierende pro Jahr). Präsident ist Franco Frattini, früherer italienischer Außenminister.