Über den Landesverband Bayern der DGVN

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e. V. (DGVN) setzt sich für die Vereinten Nationen und die Vision einer friedlichen und gerechten Welt ein, in der globale Konflikte und Probleme nur durch ein gemeinsames Forum, die UN, gelöst werden können. Der Landesverband Bayern verfolgt dieses Ziel durch Informationsveranstaltungen und Studienreisen. weiterlesen ...


75 Jahre Charta der Vereinten Nationen

Vor 75 Jahren, am 26. Juni 1945, wurde die Charta der Vereinten Nationen unterzeichnet. Sie trat am 24. Oktober dieses Jahres in Kraft und hat den Charakter eines bindenden völkerrechtlichen Vertrags. 51 Gründungsmitglieder unterzeichneten die Charta - heute zählen die Vereinten Nationen 193 Mitgliedsstaaten. (zur Charta / DGVN Bundesverband)

Ihre Präambel lautet:

Wir, die Völker der Vereinten Nationen – fest entschlossen,

  • künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat,
  • unseren Glauben an die Grundrechte des Menschen, an Würde und Wert der menschlichen Persönlichkeit, an die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie von allen Nationen, ob groß oder klein, erneut zu bekräftigen,
  • Bedingungen zu schaffen, unter denen Gerechtigkeit und die Achtung vor den Verpflichtungen aus Verträgen und anderen Quellen des Völkerrechts gewahrt werden können,
  • den sozialen Fortschritt und einen besseren Lebensstandard in größerer Freiheit zu fördern,

und für diese Zwecke

  • Duldsamkeit zu üben und als gute Nachbarn in Frieden miteinander zu leben,
  • unsere Kräfte zu vereinen, um den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren,
  • Grundsätze anzunehmen und Verfahren einzuführen, die gewährleisten, daß Waffengewalt nur noch im gemeinsamen Interesse angewendet wird, und
  • internationale Einrichtungen in Anspruch zu nehmen, um den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt aller Völker zu fördern –

haben beschlossen, in unserem Bemühen um die Erreichung dieser Ziele zusammenzuwirken.

Dementsprechend haben unsere Regierungen durch ihre in der Stadt San Franzisko versammelten Vertreter, deren Vollmachten vorgelegt und in guter und gehöriger Form befunden wurden, diese Charta der Vereinten Nationen angenommen und errichten hiermit eine internationale Organisation, die den Namen “Vereinte Nationen“ führen soll.


Rassistische Diskriminierung ist gemäß VN-Konvention untersagt

 

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren..... Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendwelche Unterschiede, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler und sonstiger Herkunft ...„
(Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, verabschiedet 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen) 

Dafür steht die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen!

 


Der Ausschuss der Vereinten Nationen für die Beseitigung rassistischer Diskriminierung

Die beklagenswerte Polizeigewalt in den USA gegen schwarze Bürger, aber auch inakzeptable Vorfälle in Europa und in Deutschland verweisen darauf, dass immer wieder praktizierter Rassismus das friedliche Zusammenleben der Menschen stört. 

Bereits vor 55 Jahren, am 21. Dezember 1965, verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Internationale Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung. Entstanden ist sie im Kontext der antikolonialen Bewegung der Dritten Welt und der Bürgerrechtsbewegung in den USA.

Am 4. Januar 1969 trat die Konvention in Kraft. Bis heute haben sie 180 Staaten einschließlich Deutschland ratifiziert.

Pflichten der Vertragsstaaten

Das Übereinkommen untersagt rassistische Diskriminierung aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Abstammung, nationaler oder ethnischer Herkunft. Nicht nur rassistische Handlungen und Gesetze, sondern auch die Verbreitung entsprechender Ideen sind untersagt. Die Vertragsstaaten sind verpflichtet, umfassende Maßnahmen zum Abbau von Vorurteilen und zur Förderung der Verständigung zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zu ergreifen.

Über die Umsetzung wacht der aus 18 gewählten Sachverständigen bestehende VN-Ausschuss für die Beseitigung rassistischer Diskriminierung. Er verfolgt die alle zwei Jahre vorzulegenden Berichte der Staaten, gibt Vorschläge oder Empfehlungen ab und verhandelt Beschwerden von Staaten oder Individuen. Bei Streit über Auslegung oder Anwendung der Konvention kann die Angelegenheit dem Internationalen Gerichtshof vorgelegt werden. Sanktionsmöglichkeiten hat der Ausschuss nicht.

Zusätzlich ist eine vom Menschenrechtsrat ernannte Sonderberichterstatterin zu Rassismus tätig, die 2017 gewählte Tendayi Achiume aus Sambia. Sie unternimmt regelmäßigte Vor-Ort-Besuche, veröffentlicht Berichte und richtet Appelle an die Staatenwelt und Öffentlichkeit.

Auch wenn alle Vertragsstaaten verpflichtet sind, konkrete politische und gesetzliche Maßnahmen zur Bekämpfung von Rassismus zu ergreifen, wird es zusätzlich einer aktiven Zivilgesellschaft bedürfen, die dieses Ziel tatkräftig unterstützt.


Die COVID-19-Pandemie und die Rolle der WHO

UN-Generalsekretär António Guterres und WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus - Foto: JMF, UN Geneva

Die WHO spielte von Beginn an eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie: Die neuartige Viruserkrankung COVID-19  war erstmals im Dezember 2019 in der Millionenstadt Wuhan der chinesischen Provinz Hubei auffällig geworden, entwickelte sich im Januar 2020 in China zur Epidemie und breitete sich schließlich weltweit aus. Daraufhin rief die WHO am 30. Januar 2020 den öffentlichen Gesundheitsnotstand von internationaler Tragweite aus und erklärte die Erkrankung am 11. März zur Pandemie.

In beigefügtem PDF gibt Carolin Maluck, stellv. Vorsitzende des DGVN Landesverbands Bayern und Vorstandsmitglied der DGVN, eine Zusammenfassung zur Rolle der WHO im Rahmen der COVID-19-Pandemie sowie zur internationalen Bewertung ihres Vorgehens. Weiterhin finden Sie hier die offizielle Stellungnahme des Bundesverbands der DGVN.


DGVN im Zeichen von Corona

Die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem und zeigt einmal mehr die Bedeutung multilateraler Kooperation im Rahmen der VN auf. Auch wenn Grenzen vorübergehend geschlossen werden müssen: Mit einzelstaatlichem Handeln werden wir solche weltweiten Bedrohungen nicht eindämmen können. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) der VN ist die wichtigste internationale Koordinationsinstitution für das öffentliche Gesundheitswesen.

Natürlich schränkt die Pandemie auch die Arbeit unserer Gesellschaft ein. Bis auf weiteres müssen wir

daher auf Veranstaltungen verzichten. Auf der Internetseite der Bundes-DGVN www.dgvn.de wurden die digitalen Angebote, wie z.B. On-Line-Seminare, ausgeweitet. Wir empfehlen außerdem für die heimische Lektüre unsere aktuellen Reader „Blickpunkt Libanon“ und „Südafrika: 25 Jahre nach dem Ende der Apartheid“, siehe Veröffentlichungen.

Als neue Aktivität beteiligt wir uns an der DGVN-Initiative „VN im Klassenzimmer“. Studierende werden zu Teamerinnen und Teamern ausgebildet und vermitteln in den Schulen die Module. Junge Menschen können durch diese Initiative  internationale Zusammenarbeit, politische Prozesse und die Ziele der VN anhand praktischer Beispiele kennenlernen. Wen Sie mehr erfahren wollen, dann besuchen Sie bitte die Internetseite UN im Klassenzimmer. Insbesondere interessierte Lehrerinnen und Lehrer sind herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen.

Wir wünschen allen Mitgliedern und Freunden unserer Arbeit gute Gesundheit!


UN-Migrationspakt

190 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben sich nach über einjährigen Verhandlungen am 13. Juli 2018 auf den Text des ersten globalen Abkommens zu Migration geeinigt. Offiziell angenommen werden soll der Globale Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration auf einem Gipfeltreffen im Dezember.

Details auf der WebSite der DGVN Deutschland


Gewalt gegen Frauen

Das regionale Informationszentrum der Vereinten Nationen für Westeuropa informiert über die verschiedenen Formen von Gewalt gegen Frauen – physische, sexuelle, psychologische und emotionale. Sie sind miteinander vernetzt und betreffen Frauen aller Altersklassen – von ungeborenen Babys bis zu älteren Menschen. Einige Arten der Gewalt wie der Menschenhandel sind grenzüberschreitend.

Details auf der WebSite der UNRIC