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16. Januar 2021

Interview zur Lage in Äthiopien und dem Sudan

Telefoninterview mit dem Hamburger Politikwissenschaftler Dr. Axel Krohn

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Der äthiopische Premierminister Dr. Abiy Ahmed wurde mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, nachdem er im Juli 2018 Frieden mit dem einstigen Kriegsgegner Eritrea geschlossen hatte. Auch beendete er den bewaffneten Konflikt mit Rebellenbewegungen, ließ politische Gefangene frei und sorgte für eine Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen der Vorgängerregierungen. Doch seit dem 4. November geht er mit harschen Militäroperationen gegen die abtrünnige Provinz Tigray vor und ist nicht zu Verhandlungen bereit.

Im Nachbarland Sudan erzwang eine große Protestbewegung im April 2019 die Absetzung des jahrzehntelangen Potentaten Umar al-Baschir. In der Provinz Darfur wurden Friedensabkommen mit noch kämpfenden Rebellenbewegungen geschlossen, und zum Jahreswechsel 2020/21 wurde die Blauhelmmision United Nations African Union Hybrid Mission in Darfur (UNAMID) durch die von dem Deutschen Dr. Volker Perthes geführte politische Mission United Nations Integrated Transition Assistance Mission in Sudan (UNITAMS) im ganzen Land ersetzt. Mit einem breiten Mandat soll sie den Reformprozess unterstützen.

Wie ist die momentane Lage in beiden Ländern, wie sind die Zukunftsperspektiven? Welche Möglichkeiten haben die Vereinten Nationen, um eine Befriedung in Äthiopien und eine Demokratisierung im Sudan zu unterstützen? Und wie wird sich Covid-19 in der Region auswirken?

Dr. Martin Pabst führt ein Gespräch mit dem Hamburger Politikwissenschaftler Dr. Axel Krohn. Als langjähriger Dozent und Fachgebietsleiter für internationale Beziehungen und Sicherheitspolitik der Führungsakademie der Bundeswehr hat er regelmäßig Äthiopien und andere Länder in Ostafrika, wie den Sudan, bereist.

Dr. Axel Krohn hat an der Universität Hamburg Politikwissenschaft und Volkswirtschaft studiert und wurde dort 1988 promoviert. Vor seiner Tätigkeit an der Führungsakademie der Bundeswehr war er German Senior Advisor am Sekretariat des Ostseerats, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter an der Christian-Albrechts-Universität Kiel sowie Senior Researcher am Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) in Schweden.